März_Julia



Hätte ich mich mal nicht über aufkeimende Langeweile beschwert, denn nun scheinen sich die Ereignisse fast zu überschlagen.
Wo soll ich anfangen?
Zweifelsohne war das Highlight ein Dinner Anfang März, in einer gemütlichen Bar in Greenville. Ich habe Pommes mit Bohnen und Käse gegessen, nichts Besonderes sollte man meinen. Falsch gedacht. Etwa eine halbe Stunde später befand ich mich in der Notaufnahme und wurde netterweise auch ohne Social-Security-Number gerettet. Ohne diese Nummer ist man in Amerika gar nichts, das ist in der Nacht noch mal deutlich geworden.
Nach etwa fünf Stunden wurde ich dann glücklicherweise wieder entlassen, es hatte sich nur um einen Allergie-Schock gehandelt.
Zwei Tage später, auf dem Weg ins Krankenhaus um meine Rechnung zu zahlen, hatte ich das Vergnügen die Highway Polizei kennen zu lernen: $80 und zwei Punkte für 8 Meilen zu schnelles fahren.
Die Woche nach der Notaufnahme war eine Katastrophe, aber dank der Medikamente habe ich das nur halb mitbekommen. Genau sechs Tage später saß ich im Flugzeug nach Detroit, mit der Aussicht auf einen neuntägigen Roadtrip. Dort angekommen ging es gleich interessant los. Nach zwei Stunden verzweifeltem warten, denn ein Handy hab ich nicht, ist dann doch noch mein Reisepartner Danny aufgetaucht. Somit haben wir unser erstes Etappenziel, Cleveland am Eriesee haben wir natürlich auch nicht erreicht. Frohen Mutes ging es dann am zweiten Tag weiter Richtung Norden und gegen Nachmittag waren wir schon in Buffalo. Dort haben wir fröhlich die Grenze nach Kanada überquert. Besser gesagt, war das der ursprüngliche Plan. Nach dem ersten Checkpoint standen auf einmal aufgeregte Grenzbeamte um uns rum und nach einigen Minuten stellte sich heraus, dass mir mein Visa und der Reispass keine Rückreise ermöglichen. Ich hatte einen kleinen Zettel daheim vergessen. Schon fand ich mich in der Einwanderungsbehörde wieder- keine schöne Situation. Nach Stunden hatte ich endlich meinen Pass wieder und durfte doch noch in die USA zurück. God bless America!
Ich bin kein Glückskind- schätze ich.
Spontan sind wir dann am dritten Tag nach New York City gefahren, die Stadt ist einfach der Wahnsinn! Nach drei Tagen dort haben wir dann Philadelphia und Washington einen Besuch abgestattet. Die „Streets of Philadelphia“ fand ich eher enttäuschend, wohin gegen Washington sehr schön ist.
Nach längerer Fahrt sind wir dann eine Woche nach Begin des Trips in Chicago angekommen. Pünktlich zum „St Patrics Day“- sogar der Fluss durch Chicago war grün gefärbt!
Das war auch schon die letzte Station und völlig erledigt bin ich am Sonntag wieder in mein Flugzeug nach Greenville gestiegen. Am Flughafen haben dann meine beiden Roommates mit Blumen und Donoughts gewartet. Herrlich!

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